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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Mit Jürgen Teichmann auf eine überaus fantastische Reise zum Urknall

Kategorie: Allgemeines,Kinderveranstaltung, 26. Oktober 2010 um 16:09

Alle, die sich schon einmal gefragt haben, wo das schwarze Loch in unserer Milchstraße zu finden ist, ob ein Pulsar pulsiert oder wie ein Stern stirbt, waren am 22. Oktober 2010 genau richtig im Haus der Wissenschaft in Braunschweig.

Jürgen Teichmann stellte hier vor rund 80 Besucherinnen und Besuchern sein Buch „Die überaus fantastische Reise zum Urknall“ vor.  „Astronomie von Galilei bis zur Entdeckung der Schwarzen Löcher“ heißt es im Untertitel und der Autor hatte daraus drei Beispiele ausgewählt.

Er erzählte von Galileis aufregenden Entdeckungen, nämlich dass die Erde nicht unbewegt im Mittelpunkt des Universums liegt und dass auf der schönen glänzenden Sonne schmutzige Flecken zu sehen sind. Außerdem konnten die Besucher durch ein Fernrohr schauen, wie Galilei es vor 400 Jahren bereits gebaut hatte.

Wie die geheimnisvolle Quelle von Radiowellen little green man 1 (kleine grüne Männchen 1) 1967 zur Entdeckung der Pulsare führte, konnte das Publikums ebenfalls von Teichmann erfahren. Denn eigentlich funken hier nicht kleine grüne Männchen zur Erde, sondern die Radiostrahlung eines so genannten Neutronensterns –  eines Sterns am Ende seines Lebens. Diese zusammengepressten Reste von Riesenexplosionen drehen sich wahnsinnig schnell und senden dabei von ihren Magnetpolen Radiostrahlung aus, die wie ein Leuchtfeuer auf die Erde trifft. Pulsare pulsieren also gar nicht, sondern sind wie Leuchttürme, die regelmäßig einen Lichtstrahl aussenden.

Die Besucherinnen und Besucher erfuhren außerdem,  wo in unserer Milchstraße ein schwarzes Loch ist. Dieses befindet sich 26.000 Lichtjahre von unserer Erde  entfernt. Es ist etwa zehn Millionen Kilometer dick, im Weltall nicht gerade ein Rekord! Aber es hat drei Millionen Mal die Masse unsere Sonne in sich. Unser schwarzes Loch hungert allerdings, denn die Sterne, die um es herumwirbeln, halten vorsichtig Abstand und nur etwa alle 10.000 Jahre frisst das schwarze Loch eine weitere Sonnenmasse in Form von Sternen oder Gasen.

Am Ende hatten alle großen und kleinen Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit Jürgen Teichmann über das Weltall zu diskutieren und konnten so all ihre Fragen an ihn los zu werden.

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