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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Was sind die Jahreszeiten?

Kategorie: Besserwisser, 10. April 2012 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 7. April 2012)

Wenn der Winter endet, genießen wir die nächste Jahreszeit – den milden Frühling. Im Sommer gehen wir baden und spielen im Freien, bis der Herbst mit seinen Stürmen kommt. Aber was sind die Jahreszeiten eigentlich?

Wir teilen das Jahr in vier zeitliche Abschnitte, die jeweils spezielle Eigenschaften haben. Hauptgrundlage für diese Eigenschaften: das Sonnenlicht. Unsere Erde umkreist auf einer sogenannten Umlaufbahn die Sonne. Deren Anziehungskraft hält unseren und auch die anderen Planeten unseres Sonnensystems auf bestimmten Abständen zu ihr. Die Erde fliegt also nicht planlos durch das Weltall, sondern folgt seit Milliarden von Jahren einer festen Bahn.

Eine Runde um die Sonne dauert ein Jahr. Die Umlaufbahn ist aber nicht kreisrund, sondern von oben betrachtet oval. Das bedeutet, dass die Erde mal näher dran, mal weiter weg von der Sonne ist: Das ist aber nicht die Ursache für die Ausbildung von Winter oder Sommer, die Erde ist sogar in unserem Winter am nächsten zur Sonne.

Der eigentlich Grund ist, dass die Erde schief steht. Unser Planet dreht sich ja um sich selber, und genau diese Drehachse steht nicht exakt senkrecht im Weltall, sondern recht schräg. Dadurch wird während einer Hälfte des Jahres die Nordkugel stärker beleuchtet, in der anderen die südliche Erdhalbkugel: Das Sonnenlicht trifft zwischen März und September bei uns auf der Nordhälfte in ziemlich steilem Winkel auf die Erde. Das bedeutet, dass wir besonders viel Sonnenenergie abbekommen, es ist die warme Hälfte des Jahres mit Frühling und Sommer. Die Sonne geht früh auf und spät unter, die Tage sind also sehr lang. Auf der Südhälfte der Erde ist es genau umgekehrt: In Australien gehen die Leute dann zum Baden an den Strand, wenn wir bei Frost und manchmal auch bei Schnee Weihnachten feiern.

Durch die unterschiedlichen Temperaturen ergeben sich die einzelnen Wettersituationen: Wenn Europa – der Kontinent, auf dem wir leben – der Sonne abgewandt und die Erde auf dem weitesten Bogen ihrer Umlaufbahn angekommen ist, scheint die Sonne nur für wenige Stunden und mit weniger Kraft. Es wird kalt, der Winter kommt.

Im Frühling erwärmt die Sonne die Luftschichten zum Teil plötzlich sehr stark. Warme und kalte Luft geraten in Bewegung, es können sich die heftigen Frühjahrsstürme bilden.

Im Sommer sind Boden, Wasser und Luft angewärmt, es ist angenehm warm. Extreme Wettersituationen können aber Gewitter auslösen.

Im Herbst, wenn es sich langsam abkühlt, prallen kalte und warme Luftmassen wieder häufiger aufeinander. Wer schon einmal im Herbst mit der Fähre nach England gefahren und in einen der Stürme geraten ist, weiß, was das heißt.

Im Winter kühlen sich die Luft, der Boden und die Gewässer so stark ab, dass Wasser zu Eis wird – statt Regen fällt Schnee.

In der Mitte der Erdkugel, am Äquator, sind die Auswirkungen der „schiefen Erde“ am geringsten, der Einfall des Sonnenlichts ist immer relativ stark. Deswegen herrscht dort das ganz Jahr über sommerliches Wetter.

(Autor: Michael Michalzik)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.


4 Antworten zu “Was sind die Jahreszeiten?”

  1. Anna sagt:

    Wirklich interessant! Zum Glück ist es bei mir noch nicht so weit 😀 Ich hoffe das lässt auch noch einige Jahrzehnte auf sich warten…

    Grüße
    Anna

  2. Haus der Wissenschaft sagt:

    Hallo Anna,

    der Kommentar war sicherlich zum graue Haare Artikel gedacht 😉

  3. Anna sagt:

    Oh tut mir leid, ich hatte quasi 2 Artikel zusammen gelesen und mich dann total im Fenster vertan! 🙂

  4. Haus der Wissenschaft sagt:

    Kein Problem 🙂

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