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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Sind nasse Flächen dunkler als trockene?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 23. Februar 2013 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 23. Februar 2013)

„Nicht alle Oberflächen sehen nass dunkler aus als im trockenen Zustand“, erklärt Uwe Rossow vom Institut für Angewandte Physik der Technischen Universität Braunschweig. Du kannst einmal Wasser ins Waschbecken laufen lassen oder eine Fensterscheibe nass spritzen – weder das Waschbecken noch die Fensterscheibe sehen nass dunkler aus. Das liegt daran, dass die Oberflächen glatt sind und das Wasser einfach am Material abperlt.

Den Eindruck, dass nasse Oberflächen dunkler aussehen, kannst Du bei Deinem T-Shirt aus Baumwolle oder bei Sand beobachten. Hier dringt das Wasser in die Hohl- und Zwischenräume ein und ?benetzt? dort die innere Oberfläche. Dadurch ändert sich die Lichtstreuung. „Das Licht wird bei einer nassen Oberfläche anders reflektiert, weil Wasser einen anderen Brechungsindex hat“, erklärt Rossow. Der Brechungsindex beschreibt, wie stark das Licht gebrochen wird, wenn es auf ein bestimmtes Material trifft. Je geringer der Unterschied zwischen den Materialien ist, desto weniger wird das Licht gestreut. Der Brechungsindex von Baumwolle und Wasser ist beinahe gleich groß. Das Licht wird also schwächer gestreut und reflektiert. Somit kann es tiefer in das Material eindringen und wird dort stärker absorbiert.

(Autorin: Anke Dreißigacker)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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