direkt zum Inhalt zur Hauptnavigation

Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Warum sehe ich Sternchen, wenn ich mir die Augen reibe?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 6. April 2013 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 6. April 2013)

Allabendlich verabschiedet sich das Sandmännchen, indem es eine Handvoll Traumsand in die Luft wirft. Auch Du wirst Dir sicherlich anschließend schon einmal die Augen gerieben haben. Vielleicht ist Dir dabei aufgefallen, dass Du während des Reibens kleine Lichtblitze wahrnehmen kannst. Diese werden auch oft als Sternchen beschrieben.

Wie dieses Phänomen entsteht, weiß Dr. Alexander Strahl, Physiker der TU Braunschweig: „Durch das Reiben entsteht ein Druck, der zur Netzhaut weitergeleitet wird.“ Dort befinden sich die Sinneszellen, die in Stäbchen und Zapfen unterteilt werden. Während die Zapfen für das Farbsehen zuständig sind, können die Stäbchen nur Helligkeit wahrnehmen. Da es weit mehr Stäbchen als Zapfen gibt, wird an Dein Gehirn die Information weitergeleitet, dass Du etwas Helles siehst. „Das Sehzentrum deutet den Impuls der Nerven als Helligkeit. Wir meinen also Licht zu sehen, obwohl gar keines da ist“, erklärt Strahl. Ein ähnliches Phänomen kannst Du übrigens feststellen, wenn Du zu schnell aufstehst oder Dir den Kopf stößt.

Wichtig ist, dass Du nicht zu viel Druck ausübst. „Das Auge ist ein mit Wasser gefüllter Glaskörper und sehr empfindlich“, warnt der Physiker. Du solltest also immer vorsichtig reiben und keinesfalls drücken.

(Autor: Jonas Hartwig)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.