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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Kann man Steinpilze im Garten züchten?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 28. September 2013 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 28. September 2013)

Im Herbst gehen Pilzkundige wieder in die Wälder, um Steinpilze oder Maronen-Röhrlinge selbst zu sammeln. Auf Wochenmärkten findet man sie auch zum Kaufen. Doch warum gibt es diese Pilze nicht wie Champignons das ganze Jahr frisch im Supermarkt? Champignons und noch ein paar andere Arten wie den Austernseitling oder Shiitake kann man züchten. Es gibt sogar Sets für die Pilzzucht zu Hause im Internet zu kaufen. Diese enthalten das Geflecht des Pilzes und das Substrat, also Erde, Holz oder Stroh. Dies muss man regelmäßig gießen, und mit etwas Glück sprießen die Pilze. Beim Steinpilz ist das nicht so, da er viel größere Ansprüche hat. Er geht eine besondere Beziehung – eine Symbiose – mit seinem Baumpartner ein, von der beide Vorteile haben. Mit einem dichten Geflecht umzieht er die Wurzeln seines Baumes. Pilz und Baum tauschen darüber Nährstoffe aus. Der Pilz erhält Zucker und andere Stoffe vom Baum, der Baum kommt leichter an Wasser und Mineralstoffe heran. Diese Beziehung kann man bisher nicht effektiv nachahmen. Wälder direkt mit Pilzgeflecht zu impfen, war auch nicht erfolgreich. So werden die besten Steinpilzplätze weiterhin ein Geheimnis der Pilzsammler bleiben. Ein kleiner Trost: Shiitake zu züchten, habe ich selbst schon ausprobiert. Es hat geklappt und Spaß gemacht.

(Autorin: Andrea Behrens, Phaeno)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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