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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Wie eine Pflanze eine Fledermaus anlockt…

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 24. Februar 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 22. Februar 2014)

Blumen locken mit raffinierten Tricks Bienen, Schmetterlinge und Käfer an, damit ihre Pollen zu einer anderen Pflanze getragen werden. Die Pflanze wird so bestäubt, und Samen können sich entwickeln. Doch was macht eine Pflanze, die im Dunkeln von Fledermäusen entdeckt werden will?

Fledermäuse legen von ihrer Umgebung eine spezielle Schallkarte an. Sie stoßen Laute aus, die auf ihre Ohren zurücktreffen. Sie können so genau die Größe und Entfernung eines Objekts feststellen und problemlos durch die Nacht fliegen. Mit einer roten Blüte hätte eine Pflanze für Fledermäuse also schlechte Karten, da sie sie nicht sehen kann. Bisher hat man viele Pflanzen entdeckt, die Fledermäuse durch ihren Duft anlocken. Verblüffend einfach macht nun eine Blume eine kubanische Fledermaus auf sich aufmerksam. Sie hält der Fledermaus ein großes akustisches Stoppschild entgegen – ein Blatt, das wie ein Hohlspiegel geformt ist. Die Fledermaus kann diese seltsame Form sehr gut im nächtlichen Blättergewirr herausfinden und die Blume so leichter ansteuern. In Süd- und Mittelamerika wachsen viele Pflanzen, die von Fledermäusen bestäubt werden. Daher vermuten die Ulmer Forscher, dass es noch mehr Pflanzen gibt, die Fledermäuse auf diese Weise anlocken.

 

(Autor: Andreas Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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