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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Wie nett sind Ameisen?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 12. Mai 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 10. Mai 2014)

Hast Du schon einmal Blattschneiderameisen in einem Naturfilm gesehen? Wie an einer Schnur gezogen marschieren sie hintereinander mit abgeschnittenen Blättern beladen über Äste und tragen diese in den Bau, um damit Pilze zu ziehen.

Wenn Du im Garten Ameisen beobachtest, bewegen sich diese auf Ameisenstraßen in Reih und Glied vorwärts. Geht es also in einem Ameisenstaat nur friedlich zu? Untersuchungen von Wissenschaftlern aus Regensburg zeigen, dass diese Ordnung ihren Preis hat. Riesige Ameisenhaufen können nur entstehen, wenn jede Ameise ihren Aufgaben für den Staat nachkommt und keinen egoistischen Interessen nachgeht. Wie strikt die Ameisen sich dabei überwachen und sich gegenseitig bestrafen, wird besonders bei der Gründung einer neuen Kolonie und bei der Aufzucht von Jungtieren sichtbar.

Die Königin ist größer als die Arbeiterinnen. Sie kann Rangniedere mit Antennenschlägen bestrafen. In vielen Staaten ist sie allein für die Entstehung von weiblichem und männlichem Nachwuchs zuständig. Arbeiterinnen können bei manchen Arten Eier mit männlichem Nachwuchs legen. Dies versucht die Königin zu verhindern, indem sie diese Eier auffrisst. Erklärt wird das damit, dass es besser für die Kolonie ist, wenn die Arbeitsteilung aufrechterhalten bleibt: die Königin Eier legt und die Arbeiterinnen Futter suchen und die Jungtiere aufziehen.

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.