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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Was hat der Eisbär mit Physik zu tun?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 21. Juli 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 19. Juli 2014)

Wer in der Arktis überleben will, hat jede Menge mit Physik zu tun. Es fängt an mit der Körperform. Der Eisbär hat im Vergleich zu seiner Körpergröße eine geringe Oberfläche. So ist der Wärmeverlust geringer als bei seinen kleineren Bärenkollegen verwandter Arten in wärmeren Regionen. Besonders toll ist sein Fell.

Die äußeren Fellhaare sind innen hohl und schützen zusammen mit der dicken Fettschicht den Eisbär davor auszukühlen. Außerdem erhöhen die Haare den Auftrieb beim Schwimmen. Dass diese Haare auch noch das Licht auf die Haut leiten sollten, ist eine Physiklegende: Schöne Geschichte, aber leider nicht wahr!

Wie man aber Physik gekonnt anwendet, um zu überleben, zeigen die Eisbärendamen. Sie bauen sich und dem Nachwuchs eine kuschelige Höhle. Dabei achten sie darauf, dass der Ausgang windabgewandt und vor allem tiefer liegt als die eigentliche Höhle. Dadurch entsteht am Eingang eine sogenannte Kältefalle. Die warme Luft bleibt in der Höhle, da sie leichter ist als die kalte Luft. Durch diesen Trick, die Isolation durch den umgebenden Schnee und die eigene Körperwärme, ist es in der Höhle fast immer um die null Grad warm oder wärmer.

Ähnliche Kältefallen im Eingangsbereich nutzten auch die Inuits, um ihre Iglus oder Behausungen warm zu halten und Vorräte im kälteren Eingangsbereich zu lagern.

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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