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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Was ist eine Fotofalle?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , , — 2. September 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 30. August 2014)

Ein Luchs ist sehr scheu und einem Tiger muss man nicht unbedingt persönlich begegnen. Trotzdem möchten Tierschützer natürlich wissen, wie viele Exemplare es von diesen geschützten Arten gibt. Zu diesem Zweck werden Fotofallen dort aufgestellt, wo man Spuren der Tiere entdeckt hat. Wie funktioniert so eine Fotofalle?

Fotofallen sind Kameras, die automatisch Bilder und Filme von Tieren machen können. Die Kameras haben eingebaute Sensoren, die die Wärme der Umgebung wahrnehmen. Taucht beispielsweise ein Tiger vor der Kamera auf, registrieren mehrere Sensoren die Wärme, die von diesem Tiger ausgeht. Ist der Tiger wärmer als die Umgebung, löst die Kamera aus.

Wichtig dabei ist auch, dass die Sensoren in der Kamera nacheinander eine Wärmeänderung durch die Bewegung des Tigers registrieren. Die Kamera macht kein Bild, wenn sich ein Stein langsam in der Sonne aufheizt. Trotz aller Technik müssen die Tierschützer viel Geduld haben. Was meinst du, was zum Beispiel bei der Luchsbeobachtung im bayerischen Wald am meisten auf den Fotos zu sehen war? Viele Fotos zeigten Füchse, Hasen, Rehe, Jogger und Pilzsammler und nur ab und zu mal eine Luchsaufnahme. Trotzdem hat sich der Aufwand gelohnt! Denn anhand der Fotos bekommt man einen Eindruck davon, wie viele Tiere es in der Gegend gibt!

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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