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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Wie viel Technik steckt in einem Spinnennetz?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 15. September 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 13. September 2014)

Spinnen: Viele finden sie einfach eklig, andere total faszinierend. Viele Spinnenarten können tolle Netze weben. Dabei werden verschiedene Fäden von der Spinne erzeugt: Manche kleben, damit die Beute sich darin verfängt. Andere nicht, damit die Spinne darauf laufen kann.

Am besten kann man ein Spinnennetz betrachten, wenn feiner Tau es bedeckt und dieser dann in der Sonne glitzert. Dann sieht man, wie trickreich das Netz aufgebaut ist. Es ist nicht zu dicht gewebt, damit die Beute es nicht zu leicht erkennt. Mit zu engen Maschen wird es außerdem leichter durch den Wind zerstört. Die Maschen entsprechen ähnlich wie bei einem Fischernetz der Beutegröße, die die Spinne bevorzugt. Fliegt ein Insekt hinein, dann wirkt so ein Netz am besten: Durch Zappeln verklebt sich die Beute immer mehr. Auffallend ist dabei, dass der Spinnenfaden schwer reißt und gleichzeitig extrem elastisch ist. Kürzlich gelang es Münchner Forschern, Spinnenseide künstlich herzustellen. Die Träume der Wissenschaftler sind groß: Intensiv wird an der Medizinischen Hochschule in Hannover mit Spinnenseide geforscht, um mit deren Hilfe durchtrennte Nerven zu reparieren. Das Material wäre auch geeignet für extrem leichte Schutzwesten, Sportartikel und weitere Medizinprodukte.

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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