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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Wie kommen die Tiere durch den Winter?

Kategorie: Allgemeines, Schlagwörter: , — 27. Oktober 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 18. Oktober 2014)

Braunschweig. Hier in Mitteleuropa reagieren die Tiere unterschiedlich auf die kalten Temperaturen im Winter. „Zugvögel wie der Storch machen sich im Herbst auf den Weg in den Süden nach Afrika, um dort bei milderen Temperaturen die Wintermonate zu verbringen“, sagt der Zoologe Dr.  André Koch vom Naturhistorischen Museum in Braunschweig.

Andere Vögel und Säugetiere, die keine Möglichkeit haben in den Süden zu flüchten, bereiten sich mit einem Winterfell oder auch einem wärmenden Gefieder auf die kalten Monate vor. Besonders gleichwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur selbst regulieren müssen, fressen sich Reserven an, denn sie haben im Winter einen erhöhten Bedarf an Energie, um ihre Temperatur aufrechtzuerhalten. „Der Winterschlaf und die Winterruhe helfen den Tieren, ihren Energieverbrauch zu verringern und über die kalten Monate mit wenig oder sogar ohne Nahrung auszukommen. Der Siebenschläfer kann seine Körpertemperatur stark absenken und sein Herz nur fünfmal pro Minute schlagen lassen, um so einen durchgängigen Winterschlaf zu halten. Dagegen erwacht das Eichhörnchen zwischendurch aus der Winterruhe, um sich an den im Herbst vergrabenen Vorräten zu stärken“, sagt Koch. Im Vorteil sind hier die wechselwarmen Tiere wie Schlangen, Eidechsen und Frösche. Sie haben keine gleichbleibende Körpertemperatur und verfallen bei Kälte in eine Winterstarre. Dabei ist ihr Stoffwechsel so gering, dass sie ohne Probleme durch den Winter kommen.

(Autorin: Maike Kempf)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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