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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Warum gibt es auf hohen Bergen keinen Wald?

Kategorie: Allgemeines, Schlagwörter: , , — 3. November 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 01. November 2014)

Wenn du schon einmal in den Bergen eine Wanderung gemacht hast, ist dir vielleicht schon einmal etwas aufgefallen: Ab einer bestimmten Höhe gibt es keinen Wald mehr. Dieses Fehlen von Wald ist so auffällig, dass man dafür sogar einen Namen gefunden hat. Wenn es in der Höhe oder im Norden, wo es kälter wird, keinen geschlossen Baumbestand mehr gibt, nennt man das Waldgrenze. Wenn schließlich gar keine Bäume mehr wachsen können: Baumgrenze.

Der Grund dafür ist, dass Pflanzen allgemein bei niedrigen Temperaturen nicht mehr wachsen können. Der Baum hat dabei einen entscheidenden Nachteil. Er ist groß und damit Wind und Wetter sehr stark ausgesetzt. Macht man mit einer Infrarotkamera Fotos von einem Wald, der in alpine Rasen übergeht, sieht man Folgendes: Die Baumkronen sind sehr viel kühler als die alpinen Rasen. Die bodennahen Luftschichten heizen sich schneller auf. Deswegen können kleinere Pflanzen in sehr viel höheren Gegenden vorkommen als Bäume. Ein paar Bäume schaffen es, höher zu „klettern“ als die Waldgrenze. Vielleicht weil diese Stellen windgeschützt oder stark der Sonne ausgesetzt sind. Außerdem muss man bedenken, dass ein Baum sehr alt werden kann. Vielleicht hat er als Sämling gute Bedingungen vorgefunden und schafft es als Baum gerade so noch zu wachsen

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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