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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Gibt es leuchtende Bakterien?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 17. November 2014 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 15. November 2014)

Jeder kennt Glühwürmchen. Die Leuchtkäfer verfügen am Hinterteil über ein spezielles Leuchtorgan, welches durch eine chemische Reaktion Energie in Licht umwandelt. Die Fähigkeit von Lebewesen Licht zu erzeugen nennt man Biolumineszenz. Besonders verbreitet ist diese unter Meerestieren – vor allem in der Tiefsee. Dort sorgen im Meerwasser lebende Bakterien für den Leuchteffekt. „Die Bakterien besiedeln die Organe der Tiere und leben in einer Gemeinschaft mit ihnen. Zum Wachsen benötigen sie Sauerstoff und Nährstoffe. Erst wenn die Dichte der Bakterienzellen groß genug ist, fangen die Bakterien an zu leuchten und mit ihnen Fisch, Krebs und Co. Ein einzelnes Bakterium leuchtet nicht“, erklärt Dr.  Elke Lang, Mikrobiologin am Leibniz-Institut DSMZ. Es gibt sogar eine Tintenfischart, die über eine körpereigene Taschenlampe verfügt, welche sie abends ein- und morgens wieder ausschalten kann. Statt mit elektrischem Strom wird diese Lampe von Leuchtbakterien betrieben. „Im Verlauf des Tages vermehren sich die Bakterien, so dass die Zelldichte abends groß genug zum Leuchten ist. Morgens spuckt der Fisch die Bakterien aus, und das Licht geht wieder aus“, sagt Lang. Leuchtbakterien sind auch bei der Untersuchung von Gewässern wichtig. Je schwächer die Wasserprobe nach Zugabe der Bakterien leuchtet, desto verunreinigter ist das Wasser.

 

(Autorin: Ann-Kathrin Meyerhof )

 

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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