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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Warum Schleiereulen so gut hören

Kategorie: Allgemeines, Schlagwörter: , , , — 7. April 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 04. April 2015)

Wer nachts jagen will, sollte sich auf seine Sinne verlassen können. Die Schleiereule hört und sieht sehr gut. Sie geht sogar in völliger Dunkelheit auf die Jagd und muss sich dabei ganz auf ihre Ohren verlassen. Dabei hilft ihr der Gesichtsschleier, von dem sie auch ihren Namen bekommen hat. Der Schleier kann die Geräusche ähnlich wie eine Satellitenschüssel durch harte schallreflektierende Federn am Rand und innere schalldurchlässige Federn sammeln und sogar verstärken. Diesen Schleier versuchen Wissenschaftler nachzubauen, um dadurch Richtmikrofone in ihrer Qualität zu verbessern.

Woher weißt die Eule nun, woher ein Geräusch kommt? Die Eule kann dies durch die zwei Ohren sehr genau feststellen. Das Ohr, auf dem das Geräusch zuerst eintrifft und wo es lauter zu hören ist, ist dem Schall zugewandt. Die Ohren sind dabei am Kopf leicht versetzt „angebracht“. So kann die Eule nicht nur feststellen, ob ein Geräusch von rechts oder links kommt, sondern sogar oben und unten unterscheiden. Nun muss die Schleiereule noch ziemlich leise fliegen können, um erfolgreich zu jagen. Und auch darauf ist sie gut vorbereitet. Die Flügel haben eine samtweiche Oberfläche, so dass sie kaum Geräusche durch Luftverwirbelungen verursachen. So hat die Maus kaum eine Chance, ihr zu entkommen.

 

(Autorin: Andrea Behrens)

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