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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Wie überleben Pflanzen im Regenwald?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 13. April 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 11. April 2015)

Ein Regenwald mit saftig-grünen Blättern und bunten Vögeln: Jeder hat Bilder im Kopf, wenn er an die Tropen denkt. „Als Tropen bezeichnet man grob die Gebiete, die um den Äquator liegen. In diesen zentralen Gebieten der Tropen ist es ständig warm und feucht“, erklärt Janina Starke von der Grünen Schule, einer Einrichtung des Institutes für Fachdidaktik der Naturwissenschaften der Technischen Universität Braunschweig. Der tropische Regenwald ist stark bewachsen und dunkel. Die hohen Bäume schirmen das Sonnenlicht ab. Das ist schwierig für die kleineren Pflanzen, da auch sie das Sonnenlicht brauchen, um zu überleben. Auf dem tropischen Waldboden wachsen deshalb sehr wenige Pflanzen. Wie können sie dieser Dunkelheit entkommen? „Die Überlebenskünstler unter den Pflanzen haben spezielle Tricks entwickelt, um trotzdem an das begehrte Sonnenlicht zu kommen: Als Aufsitzerpflanzen setzen sie sich einfach oben auf die Bäume drauf“, beschreibt Starke. In diesen Höhen können sie das lebenswichtige Wasser jedoch nicht über den Boden aufnehmen. Doch auch hier waren die Pflanzen einfallsreich: Ihre dicken und spitz-zulaufenden Blätter formen einen Trichter, in dem sich das Regenwasser sammelt. Ausgerüstet mit diesem Wasserspeicher thronen die Aufsitzerpflanzen in ihrer tropischen Umgebung: echte Überlebenskünstler eben.
(Autorin: Ariane Hussy)