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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Eine Pflanze auf der Jagd nach Insekten

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , , — 20. April 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 18. April 2015)

Angelockt durch den Duft und gelenkt durch Farbsignale lässt sich eine Fliege auf einer fleischfressenden Pflanze, der sogenannten Venusfliegenfalle, nieder. Da ist es schon passiert: Wie ein Fangeisen schließt sich die Falle über dem Insekt. Ein Entkommen ist nicht mehr möglich. Die Fliege wird langsam verdaut und am Ende bleibt nur noch die Hülle übrig.

Warum macht die Pflanze das? Die Venusfliegenfalle besiedelt nährstoffarme Böden in den USA. Durch diese ungewöhnliche Ernährung kommt sie an wichtige Mineralstoffe heran. Interessant ist auch die blitzschnelle Bewegung der Pflanze. Wie schafft sie das? Wenn man die beiden Fallenhälften genau ansieht, erkennt man, dass die Falle vorgespannt ist. Sie ist nach außen gekrümmt. Setzt sich ein Beutetier auf diese Falle, berührt es Härchen, die der Pflanze ein Signal geben: Hier ist ein Beutetier. Daraufhin klappt die Falle durch Umschnappen der vorgekrümmten Fallenhälften zu. Nur mit Hilfe dieses mechanischen Tricks ist es der Pflanze möglich, eine so schnelle Bewegung zu realisieren. Zusätzlich hat die Venusfliegenfalle „Zähne“ am Rand, die beim Zuschnappen ineinandergreifen und ein Entkommen unmöglich machen. Du kannst verschiedene Arten von fleischfressenden Pflanzen gut in botanischen Gärten betrachten.

 

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.