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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Warum Taucher nicht zu schnell auftauchen dürfen

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: — 12. Oktober 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Freitag, den 02. Oktober. 2015)

Wenn Menschen tief tauchen, können sie krank werden. Umso tiefer ein Mensch taucht, desto höher wird der Druck des Wassers, der auf ihm lastet. Durch den hohen Atemluftdruck geht dann in den kleinen Lungenbläschen mehr Stickstoff ins Blut und Gewebe über und löst sich dort. Das ist noch kein Problem. Der umgekehrte Weg kann zur Katastrophe werden. Beim Auftauchen sinkt nun dieser Außendruck für den Taucher wieder. Der Stickstoff will wieder vermehrt aus dem Gewebe heraus. Geschieht das Auftauchen nun zu schnell, bilden sich Gasblasen an Stellen, wo sie nichts zu suchen haben. Zum Beispiel mitten in Blutgefäßen. Diese Gasblasen verstopfen dann dieses Blutgefäß. Der Taucher erleidet als Folge Schmerzen, Schwellungen und weitere Erkrankungen, die auch zum Tode führen können.

Mach mal eine Sprudelflasche auf, dann kannst du dir ungefähr vorstellen, wie es auch im Körper des Tauchers „sprudelt“. Dies alles erleidet ein anderes Säugetier, der Wal, meist nicht. Beim Tauchgang eines Wals klappt die Lunge sofort zusammen. Er atmet nicht weiter und speichert viel Luft in einem Wundernetz. So kann es nicht so schnell zu der Bildung der gefährlichen Gasblasen kommen. Neueste Forschungen zeigen aber, dass Wale trotzdem krank werden. Vermutlich, wenn sie durch Schiffslärm gestört werden und doch viel zu schnell auftauchen.
 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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