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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Streifen auf der Straße leuchten wie Katzenaugen

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 2. November 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 31. Oktober. 2015)

Sicher sind euch schon die weißen Streifen auf der Straße aufgefallen, die Fahrbahnmarkierungen. Die sind nicht nur praktisch, sondern haben auch ganz schön clevere Eigenschaften! Sie zeigen an, wo der Fahrbahnrand ist und wo die Mitte. Außerdem lenken sie den Verkehr: Man weiß, wo man abbiegen und halten darf. In der Farbe selbst ist ein optischer Trick eingebaut. Wenn man nachts auf der Autobahn im Auto sitzt, sieht man das gut. Die Streifen „leuchten“ besonders hell zurück. Und zwar nur dort, wo die Scheinwerfer hinstrahlen.

Wie geht das? Meist sind in der Farbe kleine Glasperlen eingebracht. Diese stehen soweit aus der Farbe heraus, dass das Licht nicht durchgeht, sondern am Boden der kleinen Glaskugeln zurückgeworfen wird. Und weil es Kugeln sind und auch noch so viele, geht dann das meiste Licht zurück zum Autofahrer. Weil die Kugeln aus der Farbe rausgucken, gibt es noch einen guten Effekt. Wenn es regnet, läuft das Wasser erst mal ab und die Kugeln versinken nicht so leicht im Wasser. Denn wenn die Kugeln absaufen, ist das Zurückleuchten natürlich auch nicht mehr möglich. Ähnliche Leuchteffekte kannst du am Fahrrad bei den Katzenaugen und an Verkehrsschildern beobachten. Den Effekt nennt man Retroreflexion.

 

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.