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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Leuchtend weißes Papier aus matschigem Brei

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , , — 9. November 2015 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 07. November. 2015)

Mülltrennung ist eine wichtige Aufgabe in Deutschlands Haushalten. Wahrscheinlich sortierst auch du mit deiner Familie den Hausmüll. Eine Sorte Abfall sind Pappe und Papier. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Kreislaufs zur neuen Papierherstellung. „Pappe und Papier bestehen aus Holzfasern, die man durch die Fällung von Bäumen gewinnt. Bäume wachsen zwar nach, aber dies dauert mehrere Jahre. Daher ist die Papierindustrie sehr auf die Wiederverwertung, also das Recycling, von Pappe und Papier angewiesen.“, berichtet Jill Cruciano von Alba Braunschweig. Papierrecycling funktioniert so: In großen Fabriken werden zuerst Pappe und Papier vorsortiert und klein geschnitten. Anschließend werden sie mit Wasser in einem großen Rührgefäß, dem sogenannten Pulper, zu einem Brei vermengt. Die Farbe im Papier wird durch die Zugabe von Natronlauge und Seife entfernt. Als nächstes werden Fremdkörper, zum Beispiel Alu-Folie und Plastik, das oft in Getränkekartons verwendet wird, beseitigt. Den letzten Schritt, die Schöpfung des neuen Papiers, erklärt Cruciano so: „Mittels eines großen Siebes kann sich aus dem Brei ein Fasergewebe bilden. Die noch feuchten Papierbahnen werden dann mit Hilfe von Walzen entwässert. Wenn das Gewebe getrocknet ist, hat man ein neues Blatt Papier zum Schreiben.“

 

 

 

(Autorin: Vanessa Krogmann)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.