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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Warum sieht man seinen Atem, wenn es kalt ist?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: — 4. Januar 2016 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 02. Januar. 2016)

Nein, bisher war es dafür meist nicht kalt genug. Aber wenn es endlich draußen winterlich wird, passiert etwas Lustiges. Man sieht seinen Atem. Warum ist das so?

Wenn man einatmet, gelangt diese Luft in die Lunge. Dort ist es warm und feucht. Die Luft wird angewärmt und mit Feuchtigkeit angereichert. Atmet man nun aus, wird diese Atemluft wieder abgekühlt. Kalte Luft kann aber viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Deswegen kondensieren die in der Atemluft gelösten Wassermoleküle wieder zu kleinen Tröpfchen. Und an diesen Tröpfchen wird das Licht gespiegelt. So können wir den Atem sehen. Am besten gelingt dies, wenn die Umgebungsluft sehr feucht und kalt ist. Dann kann sie nämlich noch weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Bei kalter und trockener Luft sieht man den Atem dagegen kaum, da trockene Luft die Feuchtigkeit der Atemluft sofort „aufsaugt“. Wird die Luft allerdings unter -10° Celsius kalt, kondensiert das Wasser der Atemluft sofort und der Atem wird sichtbar.

Ähnliche Phänomene spielen übrigens beim Wetter eine Rolle. Wasser wird an der Erdoberfläche erwärmt, die Luft darüber reichert sich mit Feuchtigkeit an, steigt auf, kühlt sich wieder ab, der Wasserdampf kondensiert und es bilden sich Wolken! Dann regnet es vielleicht bald!

 

 

 

 

(Autorin: Andrea Behrens)

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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