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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Woher weiß der Wetterbericht, wie ich mich fühle?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , — 11. April 2016 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 09. April. 2016)

Auf die Fernsehnachrichten folgen meist die Wetteraussichten der nächsten Tage. Wird es regnen oder scheint die Sonne, wird es kalt oder doch wärmer? Neben den Temperaturen wird auch oft von „gefühlten Temperaturen“ gesprochen. Die gefühlte Temperatur liegt dann beispielsweise bei 5° Celsius, tatsächlich sind es aber 10° Celsius.

Was es damit auf sich hat, erklärt Ingenieur Martin Buchholz vom Institut für Thermodynamik an der Technischen Universität Braunschweig: „Unter anderem ist es wichtig zu sehen wie windig es an diesem Tag ist. Durch den Wind nehmen wir die Temperaturen anders wahr, als sie eigentlich auf dem Thermometer angezeigt werden. Wenn die Umgebungsluft kälter ist, als der menschliche Körper, gibt dieser mehr Wärme ab. Dabei erwärmt sich die Luft um unsere Haut und bildet eine unsichtbare warme Isolierschicht.“ Wind greift diese Schicht jedoch an und bläst die warmen Luftteilchen einfach weg – das Kälteempfinden steigt. 10° Celsius fühlen sich mit Wind also kälter an als 10° Celsius bei Windstille.

„Wärme wird außerdem besser an Flüssigkeiten als an Gase wie die Umgebungsluft übertragen“, so Martin Buchholz. Wenn im Sommer die Luft und das Wasser im Schwimmbad die gleiche Temperatur, zum Beispiel 25° Celsius, haben, bringt euch der Sprung ins Wasser trotzdem eine bessere Abkühlung als einfach draußen an der Luft zu bleiben.

 

 

(Autorin: Vanessa Krogmann)

 

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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