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Haus der Wissenschaft - Kinderblog

Woher bekommt das Fahrradlicht seinen Strom?

Kategorie: Besserwisser, Schlagwörter: , , — 25. April 2016 um 16:09

(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 23. April. 2016)

Wenn wir im Dunkeln Fahrrad fahren, schalten wir unsere Fahrradlampen an. Die meisten dieser Lampen bekommen ihren Strom über den Fahrraddynamo, der sich am Vorder- oder Hinterrad befindet. Aber wie funktioniert dieser Dynamo eigentlich?

„Wenn man einen Magneten in einer Spule bewegt, dann entsteht Spannung. Das nennt man Faradaysches Induktionsgesetz“, erklärt Dr. Rainer Müller, Professor für Physik und Physikdidaktik an der Technischen Universität Braunschweig. In einer Spule ist ein Draht in sehr vielen Windungen sorgfältig übereinander gewickelt. Meistens besteht dieser aus Kupfer. „Der Dynamo nutzt diese Spannung aus einer Spule: Das kleine Rädchen am Dynamo bewegt sich durch den Kontakt mit dem Fahrradreifen. Durch diese Drehung dreht sich auch ein Magnet, der sich im Dynamo befindet. Hier sind außerdem noch eine oder mehrere Spulen eingebaut. Durch die Bewegung des Magneten im Verhältnis zur Spule entsteht der Strom“, sagt Müller weiter. Durch ein Kabel wird der Strom zu den Fahrradlampen geleitet. Damit die Lampe leuchtet, muss das Kabel von der Lampe wieder zurück zum Dynamo führen. So ein geschlossener Stromkreislauf besteht.

Eine normale Glühlampe kann so ein Fahrraddynamo übrigens nicht zum Leuchten bringen. Denn ein Dynamo kann durchschnittlich nur eine Spannung von sechs Volt erzeugen. Aus einer normalen Steckdose kommen hingegen 230 Volt.
(Autorin: Maria Frommhold)

 

Wollt ihr auch ganz genau wissen, wie etwas funktioniert? Habt ihr eine Frage, die unsere “Besserwisser”-Wissenschaftler beantworten sollen? – Dann mailt uns an info@hausderwissenschaft.org! Die Antwort auf eure Fragen lest ihr samstags in der Braunschweiger Zeitung und etwas später in diesem Blog.

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